Interview Brigitte Teufl-Heimhilcher

Hallo ihr lieben ich habe mich mit Brigitte getroffen im Chat und wir haben etwas geplaudert, seht es als keinen Kaffeeklatsch an!

Viel Spaß beimlesen!

  

Guten Morgen liebe Brigitte, schön das du Zeit für das Interview hast! 🙂 Fangen wir mit einer leichten Frage an: Würdest du dich bitte einmal kurz vorstellen? Einfach mal mit ein paar Sätzen etwas über dich erzählen. 🙂

Gerne, Ich wurde 1955 im Zeichen des Zwillings geboren - das war schon mal nicht schlecht - die härtesten Nachkriegsjahre waren vorbei und Zwillinge sind optimistisch und kommunikativ - passt.
Meine Kindheit verlief ereignislos. Da mir als Einzelkind oft fad war - besonders sportlich war ich auch nicht - wurde ich zur Leseratte. Ich erinnere mich heute noch an den alten Biliothekat in der städtischen Bücherei - wir warengut befreundet. Dann also Schule - Handelsakademie - ich wollte ja unbedingt ins Büro - was Genua ich dort machen könnte, wusste ich damls freilich noch nicht.
Es wurden dann die Immobilien - dieser Branche bin ich 40 Jahre treu geblieben - nebenbei mache ich immer noch ein paar Gutachten - aber 'Ende 2017 ist Schluss damit - dann widme ich mich ausschließlich der Autorentätigkeit - und natürlich meinem Mann, schließlich bin ich seit 35 Jahren an seiner Seite, 22 davon verheiratet. Ach ja, da alles spielt sich in Wien ab 😉


Zwilling ist ein sehr schönes Sternzeichen, dann hast du kurz nach mir Geburtstag. 🙂 Immobilien das klingt sehr interessant, lässt du Erfahrungen aus deinem Beruf den auch in deine Bücher einfließen?

Unbedingt. Schon allein deshalb, weil ich mich schon lange darüber ärgere, dass Mitglieder unseres Berufsstandes, wenn überhaupt, dann bestenfalls als Gauner vorkommen. Ist einer Makler oder Verwalter, vielleicht noch gut angezogen, kannst du davon ausgehen: Da ist einer von den Gaunern. Bei mir sind die Kollegen davor sicher 😉
Außerdem hat man natürlich mit sehr vielen - höchst unterschiedlichen - Menschen zu tun. Da fließt immer wieder etwas mit ein.


Oh ja das stimmt auch in Filmen sieht man oft das Makler böse und Korrupt sind. 😀 Wann genau ist aus der lese lust die Idee gekommen selber zu schreiben? Gab es da ein bestimmtes Erlebnis in deinem Leben?

Mein erstes Theaterstück habe ich im zarten Alter von 10 Jahren verfasst - freilich hat es nie jemand zu sehen bekommen. Dann vergingen 40 Jahre, bis ich wieder ein wenig mehr Zeit hatte. Nach einem Urlaub in einem romantischen Golfclub habe ich begonnen, mir eine Geschichte auszudenken. daraus wurde mein Erstling "Paragrafen und Grafen", ich werde ihn in den nächsten Tagen überarbeiten und mit einem neuen Cover versehen 😉




Ein Theater Stück mit 10! Da hast du dir am Anfang große Ziele gesetzt. Ich selbst habe von dir für unseren Tag ja "Millionarien wieder willen: Elenas Geheimnis" gelesen, sehr gut fand ich das die Protagonistin kein Junger Hüpfer ist sondern eine pensionierte Ärztin ist, eine Frau mit Lebenserfahrung. Wie kam dir die Idee in so eine andere Richtung einzuschlagen?

Meine Protagonistinnen sind alle mindestens 30+, aus dem einfachen Grund, weil ich mich in deutlich jüngere Damen/Mädels nicht einfühlen kann. Mit 62 ist die eigene Jugend lange her - für Nebenrollen reicht mir die Beobachtung, für eine Protagonistin muss ich mehr wissen. Je länger ich schreibe, desto mehr rücken die Damen in meine Altersklasse. Bei "Tante Fritzi - forever clever" bin ich sogar noch einen Schritt weitergegangen. Die Dame ist 80 - da konnte ich allerdings aus den Erfahrungen meiner Mutter im Seniorenheim schöpfen 😉


Ich finde das sehr erfrischend, ich mit meinen gerade mal 30 bekomme so ein ganz anderes Bild. Wie Leute in meinem alter ticken weis ich selbst 😀 Aber verrate uns doch mal gibt es etwas was du beim schreiben immer dabei haben musst oder ein Ritual welches dichbegleitet?

Im Grunde habe ich an meinem Alltag kaum etwas geändert. Gegen 8 Uhr 30 begebe ich mich in mein Büro (okay, dazu muss ich gerademal den ersten Stock erklimmen) und setzte mich an den Schreibtisch. Dort bleibe ich - von gelegentlichen Steppvisiten im Erdgeschoss einmal abgesehen - bis etwa 18 Uhr. Am Vormittag erledige ich Alltägliches (evtl. noch ein wenig Immobilien, aber das ist ja am Ausklingen), aber Marketing nimmt bei mir viel Raum ein - auch weil ich am Computer nicht gerade die Raffiniertteste bin 😉 Der Nachmittag gehört dann dem Schreiben. Dazwischen läuft manchmal der CD-Player - manchmal auch nicht. Einmal Schreibtisch - immer Schreibtisch also. Aber ich wusste ja schon mit 7, dass ich ins Büro wollte 😉




Es ist schön zu sehen das du deinen Traum lebst. kommt es für dich eigentlich in Frage mit deinen Büchern zu einen Verlag zu wechseln?

Ich habe ein Sachbuch (Thema Allergien) bei einem Kleinverlage herausgebracht - das kommt schon einmal nicht mehr infrage. Danach zwei Bücher bei Amazon Publishing. Da sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich. Natürlich würde ich gerne mit einem Verlag arbeiten - wegen des Buchhandels - aber ehrlicherweise habe ich wenig Gusto, mit meinen Texten monatelang bei Literaturagenten vorstellig zu werden - und wenn dich endlich einer nimmt, weißt du immer noch nicht, ob er das Manuskript auch unterbringt. Bei den Verlagen, die mich interessieren würden, aber direkt vorstellig zu werden ist sinnlos. Anders gesagt: Wenn mich ein Verlag haben will - sehr gerne. Ich kann mir aber nicht vorstellen, mich von selbst auf die Ochenstour zu begeben. Das habe ich vor meiner Zeit als Selfpublisherin versucht - es war nicht lustig.


Als SP Autor hat man wenigstens alle selbst in der Hand. Gestaltest du die Cover selbst oder lässt du dir dabei helfen? Verrate uns doch einfach mal wie die Cover Idee - Fertigstellung so abläuft!

Das ist so eine Sache. Anfangs habe ich Fotos bei diversen Anbietern gesucht, die dann ein Hamburger Grafiker (den ich in meine Leben nie gesehen habe), zu einem Cover verarbeitet hat. Manches war gut, anderes weniger. Bei meinem Sammelband "Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal" habe ich es erstmals mit einer Illustratorin versucht. Das ist deutlich kostspieliger - und auch kein Garant für Erfolg, wie man bei meinem neuen Sammelband "Neustart ins Glück" sehen kann . Da basteln wir gerade daran. Leider bin ich diesbezüglich nicht besonders kreativ 😉 und schon gar nicht besäße ich die EDV-Fähigkeiten, etwas selbst zu machen.

 Dennoch finde ich viele Cover ansprechend immer hin schreibst du ja kein Fantasy wo man erwartet etwas mystisches auf dem Cover zu entdecken! 😉
Gibt es den noch viele Ideen für zukünftige Bücher?

 Meist habe ich ein zwei Themen in pett, wenn ein Buch abgeschlossen ist. Das ist diesmal nicht anders, nur kann ich mich noch nicht entscheiden, womit ich beginnen werden. Das letzte Buch ist gerade bei den Testlesern. Dazwischen brauche ich immer ein paar Tage/Wochen, um neues Material zu sammeln.



 Das klingt sehr viel versprechend zu guter letzt noch eine Frage: was möchtest du deinen Lesern gern einmal sagen?

 Die Kernaussage aller meiner Bücher ist stets: mit Humor und etwas guten Willen, lassen sich viele Probleme aus der Welt schaffen. Das ist auch meine Lebensmaxime, weshalb ich - wie eine Verwalterkollegin einmal bemerkte - für höhere literarische Weihen ungeeignet bin, mir fehlt der Hang zum Drama. Weiß ich eh, deswegen bleibe ich ja beim "Heiteren Gesellschaftsroman", denn da kenn ich mich aus 😉

 Super gesagt! 🙂 Danke für das tolle Interview un ddeine Zeit.

 Danke fürs Lesen ihr lieben ich hoffe es heut euch gefallen. Brigitte un dich hatten auf jedenfall sehr viel Spaß!



1 Kommentare:

Christine hat gesagt…

Sehr schönes Interview

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