Dienstag, 17. Oktober 2017

Interview Carl Wilckens

Ich durfte ein Interview mit dem Autor vom Buch "13 Das Tagebuch" Carl Wilckens führen. Passend zum Thema natürlich! ;)

 

Steckbrief

 

 
Name: Carl Wilckens

Wohnort: Duisburg

Sternzeichen: Skorpion



Helden meiner Kindheit: Son-Goku; Lukas, der Lokomotivführer; mein Vaddern, wie man in seiner Heimat Bremerhaven sagt. Er sagte immer: „Dein Papa kann alles.“ Ich habe es ihm geglaubt. Kann es kaum erwarten, diesen Bären mal meinen eigenen Kindern aufzubinden.

Darauf bin ich besonders stolz: Ich habe mir nie einreden lassen, ich sei dumm. Und das haben, weiß Gott, viele Menschen versucht. Überwiegend Lehrer und Professoren. Zwischenzeitlich stand ich ziemlich schlecht in Deutsch. Hat mich das vom Schreiben abgehalten? Nein. In Englisch habe ich immer schlechte Noten bekommen. Bis ich nach Duisburg zog und anfing, praktisch Englisch zu sprechen, habe ich geglaubt, ich sollte besser die Finger von Fremdsprachen lassen. Doch dann habe ich es mir aber nicht nehmen zu lassen, Spanisch zu lernen und in Peru zu studieren. Und wenn ein Professor mir in der Klausureinsicht sagt, ich hätte die Materie nicht verstanden, denke ich bei mir selbst: Das ist okay. Wenn ich muss, werde ich sie verstehen. Ich habe nur keinen Bock, mir ein Semester lang einen Wolf zu lernen, um anschließend alles wieder zu vergessen.

Das ist die Schublade, in die mich alle stecken: Das weiß ich eigentlich nicht. Vielleicht – wenn ich mich zum ersten Mal jemandem vorstelle und sage, dass ich Maschinenbau studiere – denkt er oder sie: Ein typischer Ingenieur. Trinkt Bier, kuckt Fußball und interessiert sich für Autos. Oder ein Nerd. Letzteres trifft es schon eher. Wenn ich dann aber erwähne, dass ich mich für Literatur interessiere, schreibe, zeichne und musiziere, sind die Leute meist überrascht. Andersherum, wenn ich mich als Autor vorstelle, denkt man vielleicht, ich würde Germanistik studieren – so ging es jedenfalls Bernhard Hennen, als ich mich mit ihm auf der LBM2017 zum Autorengespräch traf.

Das tue ich mit Begeisterung: Zeichnen, studieren & Spanisch lernen, aktuell Magic the Gathering, Sport, reisen, Musik hören. Hab ich irgendwas vergessen?

Das schiebe ich immer vor mich hin: Alles und nichts. Wenn ich mehr zu tun habe, als ich bewältigen kann, muss manches eben warten. Aber eigentlich bin ich immer aktiv. Manchmal ein bisschen zu aktiv. (Und das ganz ohne Kaffee!)



Das macht mich völlig wahnsinnig: Lärm – wenn ich schlafen möchte, aber oft auch einfach so. In dem Dorf, wo ich aufgewachsen bin, waren es Krähen. (Neujahr habe ich mal einen Böller gezündet, um sie zu verscheuchen. Vermutlich habe ich dabei die halbe Nachbarschaft geweckt.) In Peru waren es nächtelange Feten und jetzt im Herbst sind es Menschen, die überall mit Laubgebläsen herumlaufen.

Das wäre meine Superkraft, wen ich eine hätte: Telekinese. Weil ich so ungeduldig bin. Dann könnte ich mir alles auf halbem Wege entgegen schweben lassen.

Das mache ich, wenn keiner zu sieht: Mit mir selbst reden. Ich denke – und ich gehe davon aus, dass es vielen so geht, die gerne schreiben – meist in Worten, nicht in Bildern. Wenn ich alleine bin und viel zu tun habe, fange ich an, leise vor mich hinzusprechen. Das bringt Ordnung in meinen Kopf.

Die Welt liegt dir zu Füßen: Wo warst du?/Wo möchtest du hin?

Ich möchte nochmal nach Peru/Südamerika. Während meines Auslandssemesters dort bin ich auf den Geschmack des Reisens gekommen. Es gibt fantastische Landschaften dort und die schönsten Sonnenuntergänge! Die Menschen sind total freundlich und offen (wenn sie dich nicht gerade ausrauben) und das Essen ... ich schwöre, selbst Gott im Paradies beneidet die Peruaner für ihre Mangos.



Das wünscht du dir: Weniger Gejammer und Beschuldigung anderer und mehr Eigenverantwortung von allen.

Da findet man mich: Vor meinem Laptop. Ich verbringe definitiv meine meiste Freizeit als Cyborg. Ansonsten irgendwo in meinen Gedanken versunken.



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