Freitag, 18. August 2017

Interview Gerd Hoffmann




Stellst du dich bitte einmal kurz vor und erzählst ein bisschen über dich?

Ich bin das, was man einen ’Kölschen Jung' nennt - allerdings kann
ich mit dem Karneval nicht viel anfangen. Ich habe eine wenig erfolgreiche Schulkarriere hinter mir und eine nicht viel erfolgreichere kaufmännische Ausbildung. Irgendwann mit Mitte 20 packte mich dann so etwas wie ein Ehrgeizschub. Ich holte auf dem 2. Bildungsweg das Abitur nach und studierte anschließend per Fernstudium BWL und Wirtschaftsinformatik. Doch wie das halt so ist - im Laufe Jahre ändern sich die Interessen. Mit Mitte 40 nutzte ich eine sich mir bietende Gelegenheit und studierte auf meine alten Tage Geschichte und Archäologie. Dabei entdeckte ich ein weiteres Interessengebiet: Das Schreiben, wenn auch zunächst von eher wissenschaftlichen Texten.




Gibt es jemanden, der dich von Anfang an unterstützt hat beim Schreiben?

Wie wahrscheinlich die Meisten habe ich eher im stillen Kämmerlein mit dem Schreiben begonnen. Es hat auch lange gedauert, bis ich jemandem aus meinem Freundes- und Familienkreis überhaupt etwas von mir zu lesen gegeben habe. Meine ersten Bücher waren schon fast ein Jahr beim großen A erhältlich, bevor jemand aus meinem Bekanntenkreis etwas von mir gelesen hat.
Hast du Autoren, die dich zum Schreiben inspiriert haben?
Ich habe immer ziemlich viel gelesen, wäre aber noch vor ein paar Jahren nie auf die Idee gekommen, selbst etwas zu veröffentlichen. Wenn es nicht mittlerweile die Möglichkeit des Self-Publishing gäbe, hätte sich daran auch nichts geändert.

Zum Schreiben bin ich über die Gattung der FanFiction gekommen. Ich hatte damals eine TV-Serie gesehen, die ohne ein richtiges Ende abgesetzt worden war.


Im weiten Netz fand ich Seiten, auf denen Hobbyautoren unter anderem auch diese Serie weitergesponnen hatten. Wer sich schon mal für diese dort gespeicherten Geschichten interessiert hat, weiß natürlich, dass ein großer Teil dieser Geschichten von zumindest zweifelhafter Güte sind. Aber es lassen sich dort auch richtig gut erzählte Storys finden. Ich dachte mir: Versuche es doch auch einmal. Zunächst wollte ich eine eher überschaubare Idee zu Papier bringen, doch im Laufe der Wochen ist es etwas ausgeufert. Am Ende war es eine Geschichte von rund 140.000 Wörtern Länge. Autoren, die ich wirklich bewundere, sind die von SF-Serien, die monatlich oder noch häufiger herauskommen. Sie müssen Ideenreichtum mit einem hohen Output kombinieren.

Hast du noch andere Buchprojekte, die du planst?

Ich schreibe gerade am letzten Teil meiner Projekt-Optarmis-Trilogie, einem Roman aus dem Bereich SF/Gentechnik, wobei Gentechnik etwas irreführend ist, da es nicht um Gentechnik im eigentlichen Sinne geht.
Es geht mehr um medizinische Experimente, aber es gibt aber kein passenderes Untergenre dafür. Danach ist eine Art Spin-Off mit einer Figur aus der »MykeneTrilogie« geplant und ich werde noch einen weiteren Teil über die »freundliche, weibliche Außerirdische Mirelle« schreiben. Im Anschluss daran wird wieder mein
kleines Notizbuch zurate gezogen.



Wann kommen dir die meisten Ideen zum Schreiben?


Ich mache häufig lange Spaziergänge bei uns im Stadtwald. Dabei nehme ich immer einen kleinen DIN-A6-Block und einen Bleistift mit. Immer, wenn ich irgendeine Idee bekomme, notiere ich sie mir.
Wenn ich dann mein aktuelles Projekt beendet habe, schlage ich den kleinen Block auf und sehe mir an, was ich notiert habe. Vieles davon ist Unsinn, aber einiges kann ich davon gut verwenden.

Gibt es etwas, was du unbedingt zum Schreiben brauchst?

Ruhe. Und meinen Laptop. Hin und wieder höre ich auch Instrumentalmusik, die zu dem jeweiligen Hintergrund der Geschichte passt. Bei meinem Buch »Der Kommissar und sein Alien« habe ich bspw. oft Mike Oldfields »The Songs of distant earth« gehört, weil es einfach wunderbar gepasst hat.



Was liest du selbst am Liebsten?

Aus dem Bereich der Belletristik lese ich vor allem SF-Geschichten, auch und gerade von Self-Publishern. Auch einem guten Fantasybuch gegenüber bin ich nicht abgeneigt. Auch gute Thriller und/oder Romane mit archäologischem und geschichtlichem Hintergrund lese ich gerne. Ansonsten lese ich auch viel wissenschaftliche und auch populärwissenschaftliche Bücher aus dem historischen Bereich. Lieblingsautoren im eigentlichen Sinn habe ich nicht, allerdings stehen ziemlich viel frühe Stephen-KingRomane in meinem Bücherschrank.

Wie bist du auf die Idee zu deinem Buch »Der letzte Ifrit« gekommen?

Stand als Idee in Stichworten in meinem kleinen Notizbuch. Ursprünglich sollte das Buch viel düsterer und der Protagonist viel gefährlicher werden. Während der Planung hat sich der Fokus aber eher zu einer weniger ernsten Geschichte entwickelt. Eigentlich wollte ich dieses Buch dann als Grundlage für ein paar darauf aufbauende Kurzromane nehmen, doch der Plan liegt erst einmal auf Eis.

Findet man Persönlichkeit von dir in deinen Büchern wieder?

Mit Sicherheit, wenn auch unbeabsichtigt. Ich denke, in jeder Figur, die man kreiert, baut man letztendlich auch ein Stück von sich selbst ein. Das bleibt gar nicht aus und das kann man auch nicht verhindern. Aber man findet mich jetzt nicht als komplettes Abziehbild in einem Buch von mir wieder. Das wäre dann ja doch etwas schräg, wenn man nicht gerade eine Autobiografie schreibt.

Gibt es etwas, was du deinen Lesern sagen willst?


Vor allem möchte ich mich bedanken, dass sie einem völlig unbekannten Autor die Chance gegeben haben, etwas von sich zu präsentieren. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen einschleimend. Aber wenn man sich mal die Massen von Büchern beim großen A ansieht, dann ist es schon so etwas wie eine Ehre, wenn das eigene Buch von einem Leser ausgewählt wird. Ich hoffe, Ihr habt euch beim Lesen eines meiner Geschichten unterhalten gefühlt.

Und zu guterletzt: Magst du uns einmal die Links zu den Seiten geben, auf denen man dich findet?

Ich habe keinen eigenen Internetauftritt, sondern bin auf Facebook und Twitter zu finden:





Bisher Veröffentlicht:

Der Kommissar und sein Alien: Komplette Ausgabe

Die Rückkehr des Aliens  

Projekt Optarmis: Ascension

Mykene-Trilogie: Komplettausgabe

Der Bote

Projekt Optarmis: Eugenoi

Die Heldin von Valkania

Der letzte Ifrit

 

 

 

 

 

 



1 Kommentar:

  1. WOW sehr schön und danke schön für den tollen Einblick :-)
    VLG Jenny

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